10. SkyRun im Messeturm Frankfurt – Zum Glück ein Indoor-Lauf

Auch in diesem Jahr stellte ich mich der Herausforderung: SkyRun!

Der SkyRun ist … Ja, was ist der SkyRun eigentlich? Mir fallen spontan zwei Möglichkeiten ein, ihn zu beschreiben. Ihr dürft euch dann diejenige raussuchen, die euch besser gefällt. Im Angebot habe ich eine positive und eine negative Art und Weise zu zeigen, was der SkyRun ist.

Zuerst die positive Variante: SkyRun, das sind

  • 1.202 Stufen,
  • 61 Stockwerke und
  • 222 Höhenmeter

hinauf auf das Wahrzeichen Frankfurts, den Messeturm.
Zur Belohnung gibt’s den wohl schönsten Blick über die Mainmetropole.

Und die negative Variante: Sky Run, das sind

  • knappe 10 Minuten maximale Herzfrequenz,
  • Oberschenkel, die nach Stockwerk 5 eigentlich schon am Platzen sind,
  • stickige Treppenhausluft gepaart mit Schweißgeruch der 100 Starter vor einem,

hinauf auf das Wahrzeichen Frankfurts, den Messeturm.
Zur Belohnung gibt’s eine Fahrt in einem völlig überfüllten Aufzug 61 Stockwerke nach unten.

Und gerade weil beide Beschreibungen passen, ist dieser Lauf es wert 80 Kilometer (einfache Strecke) zu fahren. Petrus findet den Lauf wohl nicht so cool, denn die Himmelsschleusen waren mal so was von offen, dass die kleine Party auf dem Vorplatz vom Messeturm ins Wasser fiel. Schade …

Pünktlich um 10 Uhr gingen zunächst die Profis ans Werk. Startnummer 166 bedeutete für mich, dass 165 Läufer vor mir in den Messeturm gingen. Im 10-Sekunden-Takt wurden die Läufer ins Treppenhaus geschickt. Daher hatten wir noch etwas Zeit zu überbrücken. Ausharren im Messeturm und auf 10:43 Uhr warten.

Warten auf den Start
Warten auf den Start

Dann ging es endlich in den Turm. Eine wirkliche Taktik hatte ich mir nicht zurecht gelegt. Komischerweise sind mir Fehler, die ich beim letzten Mal mit Sicherheit gemacht habe, auch nicht prägend im Gedächtnis geblieben. Daher: Volle Pulle von Anfang an!

Einlaufen ins Treppenhaus. Da gings mir noch blendend
Einlaufen ins Treppenhaus. Da gings mir noch blendend

Nach dem 5. Stockwerk kam die Erinnerung dann schlagartig zurück. Pro Schritt 2 Stufen, nicht rennen oder springen, sondern mit schnellen kraftvollen Schritten nach oben drücken und die letzten 2 Stufen eines jeden Stockwerks mit einem Ruck am Geländer hochziehen. So hatte ich dann ein gutes Tempo drauf. Stockwerk für Stockwerk gings hinauf.

In der Auswertung meiner Herzfrequenz sieht man ganz gut, dass ich zu Anfang, übermotiviert, viel zu schnell und ohne Taktik an die Sache ranging. Danach fand ich dann mein Tempo. Nur einmal schoss die Herzfrequenz kurzfristig nochmal nach oben, da ich Läufer, die vor mir gestartet sind, außen überholen musste. Skandal!
Eigentlich ist für stärkere Läufer die Innenbahn frei zu halten. Ungefähr 8-9 Läufer, die vor mir gestartet sind, haben dies auch schön gemacht. Ein paar Unbelehrbare gibt’s anscheinend überall.

Durchschnittliche Herzfrequenz: 146, maximale Herzfrequenz 179
Durchschnittliche Herzfrequenz: 146, maximale Herzfrequenz 179

Nach einer gefühlten Ewigkeit, endlich Stockwerk 61. Kleiner Sprint und dann nach 9:34 Minuten ins Ziel. Etwas langsamer als im letzten Jahr, aber dennoch ist eine Zeit unter 10 Minuten mit Sicherheit nicht schlecht. Platz 52 von 905 Startern. Ich bin zufrieden und komme nächstes Jahr wieder!

Ort, Datum:Frankfurt, 12. Juni 2016
Startnummer:166
Distanz:1.202 Stufen, 61 Stockwerke
Höhenmeter:222 m
Zeit:00:09:34
Platzierung:18. von 190 (M20)
52. von 905 (Gesamt)
Urkunde:PDF
Ergebnisliste:PDF
Webseite der Veranstaltung:SkyRun