11. SAP Marathon – Marathon in Mannheim ist halt en bisschen länger!

Zum mittlerweile 6. Mal hieß es am vergangenen Samstag für mich: MLP Marathon Mannheim!

Nein halt, da hat sich ja etwas getan. In der 11. Auflage des Dämmermarathons in Mannheim fand ein Wechsel des Hauptsponsors von der MLP AG zu der SAP-Arena Betriebsgesellschaft statt. Um diesem Wechsel gerecht zu werden ist natürlich eine etwas andere Streckenführung vonnöten, die die Läufer nicht nur durch die SAP-Arena, sondern auch durch den Luisenpark (dies blieb den Marathonis vorbehalten) führt.

Laut Veranstalter wurde die Strecke nicht nur allein aus dem Grund, dem neuen Hauptsponsor gerecht zu werden, optimiert, sondern auch um die Interessen des Mannheimer Einzelhandels zu berücksichtigen.

Vor allem ab dem Jahr 2015 wird diese „Optimierung“ sich voll auswirken, da Start und Ziel vom Mannheimer Rosengarten wohl in die SAP-Arena verlegt werden. Dieses Jahr blieb zumindest dies noch einmal beim Alten.

Aus meiner Sicht wirklich schade, dass ein solches Event aus der Stadt getrieben wird. Warum? Naja, ein Marathon sieht nun mal eine Sperrung von Hauptverkehrsadern vor, und das über mehrere Stunden.

Vielen Einzelhändlern missfällt dies, sodass ab nächstem Jahr 12.000 Menschen von der Arena aus an den Start gehen werden. Wie gefällt dies denn der innerstädtischen Gastronomie?

Zum Lauf selbst: In der Startaufstellung traf ich meine Small-Talk Bekanntschaft aus der S-Bahn wieder und entschied mich spontan dazu auf persönliche Bestzeit zu laufen und ihn als Pacemaker herzunehmen (eigentlich war der SAP Marathon als lockerer Lauf geplant).

Andreas, so hieß der gute Mann, wollte an diesem Tag den Marathon in unter 3:05 Stunden laufen (hat er auch geschafft!) und damit eine Durchgangszeit beim Halbmarathon von 1:32 Stunden erreichen. Also immer hinterher!

Doch waren meine Beine schwer an diesem relativ heißen Abend. Noch dazu sehnte ich die Verpflegungsstände nur so herbei. Anscheinend hatte ich dann doch zu wenig im Vorhinein getrunken. So musste ich bei Kilometer 10 abreißen lassen und kämpfte mich Kilometer für Kilometer weiter über die Strecke.

Ein echter Lichtblick bei dieser Quälerei war wieder einmal Mannheims Stadtteil Seckenheim. Unzählige Menschen am Straßenrand, die für ordentlich Stimmung sorgten und wieder einmal bewiesen, dass ein Marathon ein echter Zugewinn für die Stadt ist und keineswegs eine Last. Danke Seckenheim!!!

Am Ende die obligatorische Runde um den Wasserturm herum und ab ins Ziel. Die Uhr blieb für mich an diesem Tag bei 1:34:14 Stunden stehen. Eine leicht verbesserte persönliche Bestzeit und der Beweis dafür, dass es um die 1:30 zu knacken noch weiterer harter Trainingseinheiten bedarf.

Am Rande notiert: Der absolute Supergau für die Veranstalter geschah auf der Marathonstrecke. Der Spitzenläufer Aboye aus Äthopien wurde auf Höhe Fressgasse tatsächlich fehlgeleitet und wich somit von der geplanten Strecke ab. Auch andere Läufer wurden in die falsche Richtung geschickt.

Das Ende vom Lied: Es gibt zwei Sieger, einen über die richtige Strecke und einen über die, nennen wir sie mal, Spontanstrecke. Darüber hinaus musste der sportliche Organisator Raatz seinen Hut nehmen.

Ich selber habe von diesem unglaublichen Fehler erst in der S-Bahn nach Hause erfahren. Ich kam mit einem Läufer über die Marathonstrecke ins Gespräch, der mir mit gequältem Blick seine GPS-Auswertung zeigte und statt 42 Kilometer an diesem Tag stattliche 56 Kilometer gelaufen ist. Ein Kracher!

Ort, Datum: Mannheim, 31. Mai 2014
Startnummer: #225
Distanz: 21,1 km
Höhenmeter: keine Angabe
Zeit: 01:34:14
Platzierungen: 61. von 721 (H), 223. von 2947 (Gesamt)
Urkunde: PDF
Ergebnisliste: PDF
Homepage der Veranstaltung: Link