Fatburning, ein Mythos?! – Wie es wirklich geht!

Heute sind ca. 50 Prozent der Deutschen über 18 Jahre übergewichtig. Dabei hat jede 2. Frau und jeder 3. Mann in Deutschland schon einmal eine Diät hinter sich gebracht.

Jährlich werden Milliarden für Produkte und „neuartige Konzepte“, die das Abnehmen unterstützen sollen, ausgegeben.

Die Problematik des Übergewichts ist schnell und einfach erklärt: Ein mehr oder weniger starkes Übergewicht entsteht durch eine dauerhafte positive Energiebilanz (Differenz aus aufgenommener und verbrauchter Energie).

Diese kommt nicht nur durch eine falsche Lebensmittelwahl (hyperkalorische Ernährung) zustande, sondern ist auch geprägt durch psychologische/ soziologische Faktoren (z.B. emotionales Essen, situatives Essen), durch Umwelteinflüsse (z.B. Preise) und vor allem durch mangelnde Bewegung.

Im Ergebnis will fast jeder sein Fett loswerden!

Überall schießen Fatburner-Kurse wie Unkraut aus dem Boden. Kunden werden mit Sprüchen wie „Abnehmen in 30 Minuten“ gelockt und ordentlich zur Kasse gebeten.

Doch ist der Erfolg meistens relativ gering. Wieso eigentlich?

Ganz einfach: zur Gewichtsreduktion ist mehr notwendig als die alleinige „Verbrennung“ von Kalorien durch Training.

Aus meiner Sicht ist eine dauerhafte Verringerung des Gewichts nur mit einer Lifestyle-Änderung zu bewältigen.

Zwei Punkte sind für den Erfolg unabdingbar:

  • Eine Abnahme des Körpergewichts ist nur bei einer beständigen negativen Energiebilanz möglich (Ausnahmen, d.h. Belohnungstage sind erlaubt!)
  • Quält euch und trainiert auch mal mit geringen Herzfrequenzen, wenn diese Einheiten auch nicht so viel Spaß bereiten. Ein hoher Anteil an Fettverstoffwechselung erreicht man durch Trainingseinheiten mit geringer körperlicher Leistung (bis 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz).
    Die „Verbrennung“ von freien Fettsäuren geschieht ausnahmslos aerob. Da die Sauerstoffaufnahmefähigkeit die leistungsbestimmende Komponente bei Ausdauerbelastungen darstellt, wird bei höherer Intensität (höherer Sauerstoffbedarf) mehr und mehr auf die Verbrennung von Glukose umgestellt (pro gewonnene Energiemenge wird dabei weniger Sauerstoff verbraucht, bzw. Glukose kann auch anearob verstoffwechselt werden).
    Geringere Leistung bedeutet geringerer Kalorienumsatz pro Zeiteinheit. Daher müssen die Einheiten länger ausfallen, als dies bei Einheiten mit hoher Intensität der Fall ist. Ein hoher Energieumsatz in gegebener Zeit kann nur mit einer hohen Leistung erreicht werden.

Wichtig für euch noch zu wissen ist, dass Fettverstoffwechselung und Fettabbau zweierlei Dinge sind.

Wie bringe ich Fettverstoffwechselung (Trainingseinheiten bei niedriger Intensität) mit einen hohen Maß an Fettabbau (Kalorienumsatz erhöhen, d.h. negative Energiebilanz) zusammen?

  • Setze dir vor jedem Training Kalorienziele (z.B. 700 kcal)
  • Mische extensive und intensive Einheiten: 60 min intensiv (700 kcal) aber auch 90 min extensiv (700 kcal)
  • Sorge für ausreichend Regeneration (insbesondere ausreichend Schlaf, Nachbrenneffekt, d.h. „Abnehmen im Schlaf“)
  • Sorge für eine gute Ernährung, d.h. esse bewusst!

Und du wirst sehen, es klappt!