Im Test: Garmin Forerunner 235 – Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Im Dezember 2015 habe ich mir selbst ein dickes Weihnachtsgeschenk gemacht und mir die GARMIN FORERUNNER 235 zugelegt.

In diesem Artikel werde ich euch in der nächsten Zeit meine Erfahrungen mit der Uhr vorstellen!

Daher, guckt immer mal wieder rein ...
es werden immer wieder Textpassagen dazukommen.

Bin ich befangen? Nein, bin ich nicht!
Ich habe mir die Uhr selbst gekauft (ja, ich habe wirklich 350 Euro dafür ausgegeben). Ich werde also in keinster Weise von Garmin unterstützt. Daher könnt ihr sicher sein, dass dieser Artikel die Wahrheit spricht und ungeblühmt meine Meinung zu der Uhr preisgibt.

Überdies distanziere ich mich von allen Blogs da draußen, die Testberichte zu Produkten schreiben, die sie umsonst erhalten haben. Natürlich freut man sich darüber, wenn einem Produkte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Aber ein klares Feedback zum Produkt kommt da sicher nicht dabei rum!


Nun aber zur Forerunner 235:

Test 1: GPS + GLONASS

Die Aufzeichnung der Läufe geschieht bei der FR235 über GPS. Zu meiner Überraschung kann in den Einstellungen zusätzlich noch GLONASS aktiviert werden. GLONASS ist die russische Antwort auf das amerikanische GPS.

Um das Ganze zu testen bin ich in letzter Zeit des öfteren Mal durch entlegene Wälder gelaufen. Die GPS + GLONASS-Signale habe ich aber nicht austricksen können.

Die Aufzeichnung meiner Kilometer funktionierte tadellos. Daher an dieser Stelle dafür: Note 1.


Test 2: Herzfrequenzmessung am Handgelenk

Die Herzfrequenzmessung am Handgelenk war für mich der ausschlaggebende Punkt, warum ich mir die FR235 und nicht das Topmodell FR630 gekauft habe. Endlich nicht mehr an den Brustgurt denken zu müssen, das wäre ein Traum!

Garmin verspricht eine Messgenauigkeit von 97%. Wie wird das erreicht?

Bei dem Vorgänger-Modell FR225 setzte Garmin noch auf einen optischen Pulssensor des Herstellers Mio Global, war also nicht Herr über die verbaute Technik.

Bei der FR235 setzt Garmin nun auf das eigene Know-how und baut den Sensor selbst. Die Messung der Herzfrequenz erfolgt über drei grüne LEDs, die die Blutbahnen beleuchten. Mit diesen Daten und komplexen Algorithmen wird aus den Änderungen des Blutstroms die tatsächliche Herzfrequenz abgeleitet.

Ich habe für euch mal die Rückseite der Uhr fotografiert.

Ich habe mir die Mühe gemacht und einfach mal die FR235 und meine PolarM400 in einer zweistündigen Spinning-Einheit gegeneinander antreten lassen. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht absolut zufriedenstellend, aber guckt selbst:

Fazit: Absolut top ist, dass der Brustgurt wegfällt und die Herzfrequenzmessung bestens funktioniert. Negative Punkte (wobei diese für zumindest meine Person verschmerzbar sind), dass die Uhr doch relativ "fest" am Handgelenk anliegen muss, so dass gemessen werden kann. Darüber hinaus hatte ich meine PolarM400 im Winter durchaus Mal über der Kleidung getragen, dass funktioniert mit der FR235 natürlich nicht.


Test 3: Herzfrequenzmessung 24/7

Ein richtig geniales Feature, wie ich finde, ist die Herzfrequenzmessung über den gesamten Tag. Die FR235 zeichnet über den kompletten Tag, deine Herzfrequenz auf und stellt diese in einem Graphen dar.

Das Activity-Tracking, welches Ihr mit Sicherheit von anderen Uhren kennt (Schrittzähler, Inaktivitätsalarm) wird dadurch erweitert. Seither weiß ich, wie meine Herzfrequenz während der Schlafenszeit, während Saunagängen, in Stresssituationen im Job usw. aussieht.

Zu diesem Feature werden die Meinungen wohl auseinander gehen: Ich finde es genial!


Test 4: Messen der Distanz bei Einheiten auf dem Laufband

Der integrierten Beschleunigungssensor der FR235 soll laut Garmin ermöglichen, die Distanz auch bei Einheiten ohne GPS, z.B. auf dem Laufband, aufzuzeichnen.

Dieser Sensor sollte sich selbst per GPS kalibrieren, bei Einheiten die im Freien stattfinden. Bisher habe ich mit meiner FR235 genau 11 Mal draußen trainiert. Intervalle, ruhige Dauerläufe, Tempoläufe, war alles schon dabei.

Trotzdessen habe ich auf dem Laufband keine guten Ergebnisse. Beispiel: Lockerer Dauerlauf über 15 Kilometer auf dem Band wurde auf der FR235 zum lockeren Dauerlauf über 13,3 Kilometer.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und werde weiter fleißig draußen wie drinnen laufen und schauen, ob sich da etwas bessert!


Test 5: Akkulaufzeit

Laut Garmin hat die FR 235 eine Akkulaufzeit von 9 Tagen im Uhrmodus und 11 Stunden im GPS-Modus mit Herzfrequenzmessung.

Nur 9 Tage im Uhrmodus? Das erscheint auf den ersten Blick etwas wenig. Vergleichbare Uhren schaffen hier Wochen, sogar Monate.

Das liegt daran, dass die FR235 untentwägt die Herzfrequenz misst. Wie schon erwähnt bekommt man über den kompletten Tag hinweg den Puls angezeigt.

Sollte man auf diese Art des Activity-Tracking keinen Bock haben, kein Thema: Das Feature lässt sich über die Optionen ausschalten. Und zack spart man auch eine Menge an Power.

Ich selbst lasse meine Herzfrequenz aufzeichnen und lande damit bei einer Akkulaufzeit von ca. einer Woche. Wenn ich meine Einheiten ohne GPS-Aufzeichnung abziehen würde, wären die 9 Tage definitiv realistisch.

Im GPS-Modus habe ich bisher als längste Einheit einen langen Lauf über 3 Stunden hinter mich gebracht. Das macht die Uhr locker mit. Und da ich sie relativ oft an meinen Laptop stecke, ist sie auch immer voll einsatzbereit!


Test 6: Verbindung zu Garmin Connect

Die Verbindung zu der Online-Plattform geht über zwei Wege. Zum einen direkt über das mitgelieferte USB-Kabel zum anderen über Bluetooth.

Top-Uhren auf dem Markt haben mittlerweile sogar W-LAN, sodass die Aktivitäten hochgeladen werden, sobald man im häuslichen Funkbereich sich befindet. Das bietet die FR235 leider nicht.

Dennoch ist die Bluetooth-Funktion ähnlich komfortabel. Verbunden mit der App auf dem Tablet oder Smartphone synchronisieren sich die Aktivitäten bei Öffnen der App. Simpel!

Für mich eine geniale Zwischenlösung. Meine Einheiten lade ich unter der Woche per App hoch, am Wochenende wird die Uhr an den Laptop gesteckt, für etwaige Updates und um den Akku zu laden.


Test 7: Welche Apps kann ich drauf laden?

Über Garmin Connect und/ oder Garmin Connect Mobile können unterschiedliche Apps auf die Uhr geladen werden. Manche ganz hilfreich, andere total unbrauchbar.

Ganz nett finde ich Widgets, die dem Startbildschirm, sprich der Uhr, ein anderes Erscheinungsbild verpassen.

Alle weiteren Apps sind für meine Ansprüche an eine Laufuhr eher ungeeignet. Aber ich werde mich immer mal wieder durch die Auswahl klicken.


Weitere Features, die ich bereits teste und testen werde ...

Test 8: VO2max und Erholungsratgeber

Einfach später nochmal reinschauen ...