J.P. Morgan Corporate Challenge – Größter Firmenlauf der Welt

Die J.P. Morgan Corporate Challenge, ein Firmenlauf, der an Gigantismus so alles schlägt, was ich bisher gesehen habe. Die Zahlen zum Lauf sind laut Veranstalter nirgendwo auf der Welt größer, was den Lauf somit „zum größten Firmenlauf der Welt“ und „zum größten Lauf-Event Europas“ macht:

  • 68.119 Läufer aus 2.633 Unternehmen,
  • 5,6 Kilometer oder auch 3,5 Meilen,
  • 80.000 Flaschen Wasser und nochmal so viele Bananen und
  • ein Heer an bunten Laufshirts, unglaublich.
Ba ba ba bananaaaaa!
Ba ba ba bananaaaaa!

Wie im letzten Jahr war ich mit meinem Partner SIGMA SPORT am Start. An dieser Stelle, herzlichen Dank für die Einladung, schön wieder dabei gewesen zu sein! Um mich formierte sich ein kleiner Trupp, der sich schon früh Richtung Main-Metropole aufmachte.

Unsere Aufgabe:

  • Begebt euch zum Main-Ufer,
  • findet die Stand-Nummer,
  • baut das Zelt auf,
  • richtet schon mal den Grill und
  • stellt vor allem Getränke kalt.

Im Gepäck hatten wir natürlich die Erfahrungen aus dem Jahr zuvor und dementsprechend haben wir es wie Profis durchgezogen.

Rückblende: 2015 haben wir den Standplatz nach zwei Stunden Suche endlich gefunden. Nur war da schon jemand. Diskussion, über Diskussion mit den anderen Aufbau-Menschen. Als Kompromiss und aus der Not heraus haben wir uns mit unserem Zelt in ein noch freies Eckchen gepresst. Ein gar nicht so schlechter Platz, wäre da nicht dieses ultra laute Aggregat direkt hinter uns gewesen. Am Ende schnappten wir uns die Sitzsäcke und machten uns es direkt am Ufer bequem.

Stand-Nummer 213 meldet Vollzug: Bereit zum Stubendurchgang!
Stand-Nummer 213 meldet Vollzug: Bereit zum Stubendurchgang!

Schon früh war also unser Meeting-Point bezogen und wir konnten uns darauf beschränken den Himmel zu beobachten. Für Frankfurt waren an diesem Tag heftige Gewitter vorhergesagt, deren Höhepunkt genau zur Startzeit sein sollten. So bestand bei einigen lebhaft die Hoffnung, direkt zu Steak und Nudelsalat über zu gehen und sich so vor der sportlichen Aktivität zu drücken. Doch Petrus hatte dann doch noch etwas Sonne im Gepäck. Es konnte also losgehen!

Fertigmachen zum Start! Hammer alles?
Fertigmachen zum Start! Ham mer alles?

Unser Top-Organisator Dennis hat in diesem Jahr auch wieder dafür gesorgt, dass die „Top-Läufer“ aus unseren Reihen eine grüne Startnummer vor die Brust klemmen konnten.

Zur Erläuterung: Die grüne Startnummer steht für eine Zielzeit unter 20 Minuten und berechtigt zum Start aus der vordersten Reihe. Dieses Jahr waren es gut 800 Läufer, die sich abgetrennt von der Masse warmlaufen und direkt um 19:30 Uhr an den Start gehen konnten. Und wir mittendrin …

Einmal wie ein VIP fühlen, an der Masse vorbeilaufen und mit Florian Neuschwander und Co warmlaufen. Unbezahlbar!

Für uns ging es an der Masse vorbei Richtung Startbereich
Für uns ging es an der Masse vorbei Richtung Startbereich

Dann ging es auf die Strecke. Von Anfang an war Vollgas angesagt und obwohl ich aus der vordersten Reihe gestartet war, hatte ich direkt das Gefühl, tausende Läufer vor mir zu haben. Das kommt daher, dass Teilnehmer aus der Kategorie Schlaubi Schlumpf nicht regulär über die Startlinie gehen. Stattdessen wird sich – aufgereiht wie an einer Perlenschnur – am Straßenrand des Streckenverlaufs positioniert und irgendwann, sozusagen als Quereinsteiger, ins Rennen gegangen.

Kurz vor dem Start
Kurz vor dem Start

Der Lauf selbst ließ sich für mich gut an. Mit einer Pace von 3:40 min/km war der erste Kilometer schnell Geschichte. Leider konnte ich aber diese Pace nicht über den kompletten Lauf halten. Schon bei Kilometer 2, erst Recht bei Kilometer 3 waren die Akkus fast aufgebraucht. Ein Lauf am Limit meiner Leistungsfähigkeit, aber genau dafür sind solche Wettkämpfe ja da: Die eigenen Grenzen finden und vielleicht sogar überschreiten. Das zeigt vor allem der Blick auf meine Herzfrequenz …

Meine Pace und der Streckenverlauf der JPMCC
Meine Pace und der Streckenverlauf der JPMCC

Das schnelle Tempo rächte sich auf der schier endlosen Zielgeraden. Du lieber Gott, musste ich kämpfen, um halbwegs das Tempo ins Ziel retten zu können. Dankenswerterweise gab es auf der Zielgeraden eine Kamera, die mich deutlich zeigt und die mein kämpfendes Gesicht ungeblümt aufgenommen hat. Das Youtube-Video dazu seht Ihr hier, ab Minute 1:10 wird’s interessant 😀

Bei 21:06 Minuten blieb die Uhr für mich stehen. Zwar ein wenig langsamer als im letzten Jahr, aber doch zufriedenstellend. Wieder einmal die Erkenntnis, dass nicht bei jedem Lauf neue persönliche Bestzeiten drin sind. Anscheinend habe ich so langsam das maximal mögliche Niveau erreicht, dass meine Trainingsintensität zulässt.

Mehr trainieren?! Mal schauen …

Zur Belohnung gab’s Steak, Wurst und Bierchen. So ließ sich der Rest vom Tag gemütlich an. Zu später Stunde traten wir langsam die Heimreise an.

Ein Bierchen, ein Würstchen ...
Ein Bierchen, ein Würstchen …

Im nächsten Jahr gerne wieder!