#Road2Berlin – Fazit der Vorbereitung!

Im Winter 2014 setzte ich mir selbst das Ziel, den Berlin-Marathon unter 3:15 Stunden zu laufen. Da ich mich selbst und meinen inneren Schweinehund kenne, habe ich das Projekt #Road2Berlin ins Leben gerufen.

Warum? Einfach um bei der Stange zu bleiben. Das Fazit: Es half wirklich!

275 Tage habe ich jeden Tag ein Selfie von mir und meiner Trainings-Aktivität geschossen. Der Gedanke, kein Selfie für den ein oder anderen Tag zu haben, hat mich immer wieder von der Couch hoch gewuchtet und ins Studio gehen lassen. Gemäß dem Motto: „Das Leben beginnt außerhalb der Komfort-Zone“ habe ich es zu meinem Erstaunen durchgezogen. Ob es ausreicht, wird sich zeigen!

Der große Tag steht kurz bevor: Noch wenige Tage bis zum 42. Berlin-Marathon!

In der Nachschau liest sich meine Vorbereitung folgendermaßen: Insgesamt habe ich circa 320 Trainingseinheiten (+ viele Trainingseinheiten, die ich nicht mit der Pulsuhr aufgezeichnet habe) hinter mich gebracht. Krafttraining, Stabi, Spinning®, Laufen, M.A.X.® … war alles dabei. Durchschnittlich habe ich pro Einheit 01:12 Stunden trainiert und 822 kcal verbrannt, d.h. insgesamt mussten 263.083 kcal herhalten. Was hat das Ganze nun gebracht? Das beantwortet der Vergleich zwischen den Leistungswerten vor #Road2Berlin und aktuell:

17.02.2014 21.09.2015
VO2max 65 69
maximale Herzfrequenz 196 200
Ruhe-Herzfrequenz 73 55
Anaerobe Schwelle 166 176
BMI 24,4 23

Ziemlich stolz bin ich auf die Verschiebung der anaeroben Schwelle. Für alle, die damit nicht viel anfangen können, hier kurz zur Erläuterung: Die anaerobe Schwelle ist genau diejenige Belastungsintensität, bei der der Körper gerade noch das gebildete Laktat abbauen kann, d.h. Laktatbildung und Laktatabbau stehen gerade noch im Gleichgewicht. Sobald man diese Schwelle überschreitet geht es an die Substanz und der Muskel wird früher oder später „zu machen“. „Zu machen“ heißt in diesem Fall, dass die Sauerstoffaufnahme nicht mehr ausreicht um den Energiebedarf zu decken. Als Folge übersäuert der Muskel und es kommt schnell zur Erschöpfung.

Traut man der Literatur müssten meine aktuellen Werte ausreichen, um einen Marathon in 3:15 Stunden zu laufen. Ich werde zumindest alles dafür tun!
VORWÄÄÄRTS!