StrongmanRun – Another time Nürburgring!

Kaum zu glauben aber bereits zum dritten Mal war ich beim Fisherman’s Friend StrongmanRun auf dem Nürburgring dabei. Hey, kleines Jubiläum!

Mehr oder minder routiniert liefen somit die Vorbereitungen darauf ab. Früh morgens schnell die Sachen zusammengepackt: Lange Laufhose, Shirt, Handschuhe … Wo sind meine Trailschuhe? … Ahhh da, lange nicht mehr an gehabt, die Dinger … und dann ab ins Auto, 180 Kilometer Richtung Eifel.

Abfahrt in Richtung Nürburgring
Ab Richtung Nürburgring!

Alles tiefenentspannt … Bei meiner dritten Teilnahme sollte doch nichts mehr schief laufen. An dieser Stelle ein kurzer Rückblick: Müsste man meine bisherigen StrongmanRuns kurz umschreiben dann könnte man den ersten umschreiben mit: „Leck mich am Arsch, ist die Eifel kalt“ (ich hatte für die Wartezeit in der Startaufstellung keine langen Klamotten dabei), und den zweiten: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ (Ich war 3 Stunden vor Start schon in der Startaufstellung, um mir einen Platz an der Spitze zu sichern). Beides Anfängerfehler, die ich mir geschworen habe nicht mehr zu begehen. Es sollte dieses mal also keine Überraschungen geben …

Eine kleine Überraschung gab es dann aber doch, zum Glück eine positive: Zum ersten Mal ging es für mich nicht alleine an den Ring. Meine geliebte Turnbeutelträgerin war an diesem Tag mit von der Partie. Somit hatte ich nicht nur Begleitschutz, sondern kam auch in den Genuss nicht selbst fahren zu müssen, was sich nach dem Lauf noch als absolute Wohltat herausstellte.

Das obligatorische Pre-Run-Foto
Das obligatorische Pre-Run-Foto

Obwohl ich von meiner Begleitung schon eingebremst wurde, was die Abfahrtszeit angeht, war ich auch dieses Mal wieder viel zu früh vor Ort. Somit musste Zeit tot geschlagen werden, was gar nicht so einfach ist, da im Ring Boulevard außer der Abholung der Startunterlagen und dem Morgen-Kaffee nicht viel zu sehen und tun bleibt. Brooks bietet eine kleine Auswahl an Klamotten an, daneben gibt’s ein, zwei, drei Aussteller und massig Lutschbonbons. Für mich alles nichts Neues, aber auch für meine Begleitung war nach wenigen Minuten der Zauber vorbei und nichts weiter aufregendes zu sehen. Gemerkt für nächstes Jahr: Vor 11 Uhr braucht man am Ring nicht aufschlagen. Parkplätze sind zu genüge vorhanden, und der Run auf die vorderen Startplätze beginnt auch erst gegen 12 Uhr mit Start der Pre-Lauf-Show!

So sah der Startbereich kurz nach 11 Uhr aus

Auch in diesem heizte die „The Legendary Ghetto Dance Band“ mit Songs wie „I like 2 move it“, „Jump Around“ oder „Remmi Demmi“ den 14.000 ordentlich ein. Eine Band, die sich selbst beschreibt als die Bang-Gang für jede Party. Und das kann man so auch unterschreiben! Genial …
Getrübt wurde diese Show nur durch den total übermotivierten Moderator, dessen Stimme sich gefühlt in jedem Satz überschlug, sodass nicht nur ich dem Typen das Mikro einfach aus der Hand reißen wollte. Der Typ ist wahrscheinlich jetzt noch heiser.

Und dann war es soweit .. 5, 4, 3, 2, 1 … und ab auf die Strecke. Meine Begleitung hat netterweise ein Video vom Start gemacht, mit ein bisschen Ehrgeiz kann man mich darauf sogar erkennen.

Zu meinem Erstaunen haben die Veranstalter die Strecke leicht abgeändert, sodass es zwar wie in den letzten Jahren auch erst Mal eine Strecke von rund 3 Kilometern gab, auf der es kein Hindernis zu überwinden galt. Doch locker Einrollen war dieses Mal nur auf dem ersten Kilometer möglich, danach ging es entweder hinab oder hinauf … wie die Eifel ebenso ist. Von daher war die Herzfrequenz ab hier schon im oberen Drittel.

Mein Ziel war es die Zeit aus dem letzten Jahr zu unterbieten, daher ging ich auch direkt ein nettes Tempo an und mehr als nur übermotiviert über die ersten Hindernisse hinweg.

Strohballen gab es unzählige zu überwinden
Strohballen gab es unzählige zu überwinden

Ab Kilometer 4 und den ersten Hindernissen die kriechend überwunden werden mussten, war mir wieder bewusst, warum das Ding StrongmanRun heißt. Durchweg ein gutes Tempo zu halten, dazu über Stock und Stein und eine Menge Hindernisse, mal wieder gar nicht so einfach.

Davon gab es mehrere: Hindernisse bei denen man den Kopf einziehen musste
Davon gab es mehrere: Hindernisse bei denen man den Kopf einziehen musste

Und so ließ ich Kilometer für Kilometer hinter mir, immer mit dem Gedanken im Kopf, dass das alles noch einmal auf mich zukommen sollte. Der StrongmanRun besteht aus zwei Runden über jeweils rund 12 Kilometer. Für Ablenkung von der Quälerei sorgte ab und an das ein oder andere Hindernis. Da blieb mir vor allem das Schaumbad in Erinnerung. Eher eine Wohltat statt ein Hindernis.

Schaumbad zur Erfrischung und Belustigung
Schaumbad zur Erfrischung und Belustigung, auch wenn ich hier gar nicht so fröhlich aussehe!

Das wohl schwierigste Hindernis ist ein nicht enden wollender steiler Berg. Nichts anderes als eine doofe Steigung mit ein paar wenige Autoreifen und Strohballen besetzt. Hier geht jeder an sein absolutes Leistungsmaximum. Nach diesem war es dann auch schon fast geschafft .. Zumindest zum ersten Mal. Das Meer an Autoreifen und dann ab in die zweite Runde mit einer 01:08:55

Autoreifen hinter Autoreifen
Autoreifen hinter Autoreifen

In der zweiten Runde musste ich dann doch an Tempo rausnehmen. Wohl wie immer ein bisschen zu schnell angegangen, was solls! Auf der Strecke war ich jetzt auch ein wenig einsamer, die Reihen lichteten sich, das Feld zog sich mehr und mehr auseinander. Und doch gab es dann bei dem ein oder anderen Hindernis eine lange Schlange. Warten war angesagt. Mega ärgerlich … ist bei 14.000 Teilnehmern wohl nicht zu vermeiden. Im Endeffekt sind dann eben Ellenbogen gefragt. Mit meinen 176 cm konnte ich mich da schon gut durchmogeln.

Mit einer neuen persönlichen Bestleistung und einer Zeit von 02:31:48 ging ich als 355 durchs Ziel. Schnell die Medaille um den Hals, ordentlich Wasser tanken (insgesamt habe ich mir vor lauter Durst vier Radler reingedonnert) und dann schnellstmöglich aus den nassen Klamotten.

Die Organisation um den Lauf ist wirklich sehr gut: Man kann problemlos seine Sachen abgeben, Duschen stehen zu Genüge zur Verfügung und lange Schlangen bei der Finisher-Shirt Abgabe gehören auch der Vergangenheit an. Durchweg positiv!

Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

StrongmanRun 2016 - Wir sehen uns im nächsten Jahr!
StrongmanRun 2016 – Bringt dich an deine Grenzen!

 

Ort, Datum: Nürburgring, 21. Mai 2016
Startnummer: #4920
Distanz: 23 km
Höhenmeter: viele
Zeit: 02:31:48
Platzierungen: 355. von 8.136 (Gesamt)
Urkunde: PDF
Ergebnisliste: PDF
Homepage der Veranstaltung: Link