Triathlon Schifferstadt 2017 – Erfahrungsbericht vom „ERSTEN MAL“

Der Gruppenzwang innerhalb der Runners-Gruppe war der Grund dafür, dass ich mich am letzten Wochenende in Schifferstadt beim 10. Triathlon „Goldener Hut“ wieder fand.

Jetzt fragt ihr euch sicher, wozu genau man mich da ZWINGEN musste?!

Ganz einfach: mein Schwimmkurs im Badepark Haßloch liegt Jahre zurück. Natürlich habe ich das Seepferdchen damals bekommen, aber mit Recht? Das weiß ich bis heute nicht. Was blieb mir von diesem Schwimmkurs in Erinnerung? Genau zwei Dinge:

  • die geflieste Rutsche und vor allem die Schürfwunden, die man dadurch bekam,
  • und der alte Schwimmlehrer, der ab un zu vorbei kam und uns immer wieder 5 m von Beckenrand zu Beckenrand schwimmen ließ. „Herr Gott, das musst du mit 3 Zügen schaffen“, so ungefähr seine Worte …

Zusammengefasst: Kraulschwimmen habe ich nie gelernt und mir auch selbst nie bei gebracht, d. h. ich musste Omas-Brustschwimm-Technik anwenden, und selbst diese Technik ist bei mir eher geprägt von Hektik und Krafteinsatz 😉

So war mir die Nervosität deutlich anzumerken. Neben der Angst, die mir ins Gesicht geschrieben schien, vergaß ich dann zudem noch mein Startnummer-Band, meine Sonnenbrille … in die Wechselzone musste ich gefühlt 20 Mal laufen, um doch noch irgendetwas zu präparieren … aber naja, kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen oder aller Anfang ist schwer!

Nun stand ich da am Beckenrand, meine Allzweck-Waffe Amelie an meiner Seite, die mir tapfer mein Händchen hielt und mich ein weiteres Mal tatkräftig unterstützt hat, vor allem nie müde wurde mir gut zuzusprechen 😘

Startgruppe 13 bedeutete eine Menge Wartezeit, die mit ordentlich Halbwissen gefühlt werden musste. Beispielhaft möchte ich an dieser Stelle ein kleines Potpourris dieser Beckenrand-Gespräche aufführen:

  • Startgruppe 13 ohooo … Die „Schnellen“ starten hinten im Feld
  • Des koschd schun Kraft, gugg, dass de „effizient“ schwimmschd …
  • Gott ihr Leid, fünf Stick uff enre Bahn, do werschd jo nur überholt ..
  • Mit Bruschdschwimme fallt mer schun uff ..
  • Wehe die missen klatsche, weil ich de letstschde im Wasser bin …

Mit Fabian hatten ich zumindest einen „Grünen“ an meiner Seite, der mir kurz vor dem Start noch ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg gab und mir die Wahl der Badekappen-Farbe in Gentleman-Manier überließ: Meine Wahl fiel natürlich auf GRÜN! Wenn schon langsam, dann wenigstens komplett in GRÜN 😉

Volle Konzentration 😀

Startschuss, erstmal die Schnellen auf der Bahn nach vorne lassen. Ich markiere dann die rote Laterne. Glücklicherweise war ich nicht alleine im Becken, der ausschließlich Brust geschwommen ist. Daher ging ich noch nicht mal als letzter aus dem Wasser. Yippie Yeah!

Schön über dem Wasser bleiben mit dem Köpfchen 😉

Nach gefühlt endlosen 9:45 Minuten und 16 Bahnen durfte ich endlich aus dem Wasser raus und mich auf bekanntem Terrain austoben. „Rad und Laufen, das kann ich doch“, so meine Gedanken. Wie ich so aus dem Wasser kam, habe ich kurz daran gezweifelt, da ich gelaufen bin wie auf rohen Eiern. 10 bis 20 Meter mal schön durch die Gegend getorkelt, fast wie in den guten alten Zeiten vom Weinfest nach Hause .. links … rechts …

Hinein in die Wechselzone, Helm an: GANZ WICHTIG, rein in die Socken und Radschuhe und schwups aufs Rad. Das lief, aus meiner Sicht, schon ziemlich professionell ab. Ich war selbst en bisschen erstaunt, wie schnell ich das Rad in der Hand hatte und Richtung Radstrecke gerannt bin. Zack rein in die Klicks und raus auf die Runde …

Go, go, go!

Das Radfahren lief besser als gedacht. Nen guten 32er-Schnitt mit all den Kurven und Spitzkehren ist für meine Verhältnisse echt überraschend dufte. Vor allem, weil definitiv noch Luft nach oben bestand. „Lieber bisschen Kräfte sparen, du musst ja noch laufen …“, so meine Marschroute.

Die 4-Runden auf dem Rad vergingen wie im Flug. Wieder hinein in die Wechselzone und rein in die Laufschuhe. Fahrrad aufhängen, Helm weg, Mütze auf … Schuhe binden?! So im Wettkampf gar nicht so leicht. Meine Hände und Finger zitterten schon ein wenig. Hab ich alles?

Ja!

Auf geht’s ..!

Raus aus der Wechselzone und rein in die 5 Kilometer. Begleitet von der lautstarken Unterstützung, teilweise nicht jugendfreien Rufen (an dieser Stelle: „Ich hab immer wieder festgestellt, URoP ist der geilste Club der Welt“) hatte ich Probleme den richtigen Weg zu finden. Die Analyse der „alten Hasen“ nach meinem Lauf fand ich sehr treffend: „Wie ein angeschossenes Reh“. Ja nehmen die auch keine Rücksicht auf Triathlon-Debütanten? Wie kann ich ahnen, dass ich da erstmal durch nen Irrgarten geschickt werde 😀

Nimmie weit …

Drei Runden mussten absolviert werden. Ich war am Anschlag und konnte so grade eine Pace von 4:30 min/km noch halten. Zu meiner Überraschung aber bis zum Ende, sodass ich so einige noch einsammeln konnte und schlussendlich mit 1 Stunde 9 Minuten und 42 Sekunden durchs Ziel laufen durfte.

Glücklich,

zufrieden …

1. Triathlon done!

Eine tolle Erfahrung, der coolste Club aller Zeiten, Schwimmkurs ist schon gebucht, schreit definitiv nach mehr!